Trip in die Wüste Negev gen Süden

Vor dem sich langsam nähernden Ende unseres Aufenthaltes in Israel möchten wir unbedingt noch in die Wüste Negev und zur äußersten Spitze im Süden, nach Elat fahren. Wir werden nicht enttäuscht. Auf unserem Roadtrip stoßen wir auf menschenverlassene, mondartige und karge Kraterlandschaften ebenso, wie auf zahlreiche versteckte Oasen, in denen die Pflanzen sprießen und sich viele Tiere tummeln. Wir wandern durch ausgetrocknete Flussbetten und in Gebirgen, deren Steinformationen durch Erosion psychedelische Formen angenommen haben. In Timna stoßen wir auf ein Paar Kupferminen, die vor 6000 Jahren in Betrieb waren und als die ältesten gelten. Es ist die selbe Gegend, in der Moses und die “Kinder Israels” das heilige Land betreten und sich niedergelassen haben. Eine weitere fossile Entdeckung sind riesige, petrifizierte Bäume, deren Form noch sehr gut erkennbar ist, obwohl sie schon 150 Millionen Jahre Jahre alt sind!

Das Kontrastprogramm erleben wir in Elat, dem Mini Las Vegas von Israel, in dem neben wilden Palmen zahlreiche Bettenburgen aus dem Boden spriessen. Dort gibt es neben wunderschönen Korallenriffen auch Delphine und Haie. Wir schnocheln und entdecken unter den vielen bunten und exotischen Fischen auch Feuer- und Kugelfische. Am Abend erkundschaften wir die “Stadtkultur”, etwas befremdlich ist der Umstand, dass der Flughafen Elats, der angelegt wurde, als sich noch nicht ganz so viele Hotels niedergelassen hatten, mittlerweile im “Stadtzentrum” liegt. So kommt es, daß mitten in der Stadt fünfzig Meter über einem Flugzeuge fliegen. Auf unserer Rückreise besuchen wir drei verschiedene Krater: Mahtesh Ramon, den größten weltweit, aber auch die beiden kleineren, die man nur über verwinkelte Landstrassen und steinige Wege erreicht. Sie sind vor zweihundert Millionen Jahren aufgrund einfallender Hohlräume und Erosion entstanden. Unwirkliche Dimensionen, die anhand der mumifizierten Baumstämme, die überall herumliegen greifbar werden. Man steht dort, sieht sie, begreift es trotzdem nicht und staunt einfach nur. Auf dem Weg zum kleinsten Krater fahren wir an einem Militärgelände vorbei, das unausgesprochen als die nukleare Waffenschmiede Israels gilt und über dem ein Überwachungszeppelin kreist, der unseren Besuch in die sonst menschenleere Gesteinslandschaft still überwacht. Weiter geht es am toten Meer entlang, wir nehmen noch ein kurzes Bad und besuchen die paradiesische Oase En Gedi. Bei Anbruch der Dunkelheit fahren wir zurück nach Tel Aviv, denn dort wird am Abend der Neuanbau des Tel Aviv Museums eröffnet.

Herzeliya Biennale Tel Aviv

Ein bisschen außerhalb von Tel Aviv, in Herzliya, findet im Oktober die noch sehr junge Kunstbiennale statt. Über den Stadtkern verteilt, werden die Kunstwerke nicht nur in den üblichen Ausstellungsräumen, sondern auch in eher untypischen, verlassenen Ecken und Orten ausgestellt, so dass wir manchmal auch etwas nach ihnen suchen müssen. Die ganze Biennale ist ausserdem von vielen Live-Auftritten von Musik-Bands begleitet, die an nahezu jeder größeren Strassenkreuzung spielen und das Promenieren mit einem Fläschchen Bier angenehm beschwingen. Hier einige Fotos von Kunstwerken, die uns aufgefallen sind:


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City Life IV

City Life III

mit MachsomWatch in der Westbank – Teil I

 

Mit Udi Faber haben wir bereits zusammen den “Tag am Meer” verbracht. Diesmal hat er uns eingeladen, an einer Tour in die Westbank teilzunehmen, die von der Menschenrechtsorganisation “MachsomWatch” organisiert wird. Dieser Trip führt uns in die Schattenseiten der Israelischen Besatzung und enthält kaum Gutes. Wir legen dennoch großen Wert auf eine detaillierte Wiedergabe des dort Erlebten, auch auf die Gefahr hin, daß Israel in diesem Post nicht in dem besten Licht erscheinen wird. Wir hoffen, das in anderen Berichten wieder ausgleichen zu können, denn auch hier ist es – wie so vieles in Israel – nicht ganz so einfach, wie man es sich gerne machen möchte. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du – lieber Leser – Dir die Mühe machst, den ganzen Bericht zu lesen. Continue reading ‘mit MachsomWatch in der Westbank – Teil I’ »

mit MachsomWatch in der Westbank – Teil II

Die nächste Station ist ein Abschnitt der Mauer, dessen Verlauf jüngst verändert wurde, um noch einen Hügel Land mit einzuschließen zu können. Dadurch wurden mehrere Beduinendörfer isoliert, was zu Klagen führte und einer Empfehlung des Militärkomitees, die geplante Veränderung nicht durchzuführen. Sie fanden kein Gehör. Heute leben auch diese Dörfer getrennt von ihrem Boden und der Schule und haben täglich die Prozedur des Grenzübergangs über sich ergehen zu lassen. Es gibt hier nur ein Tor für die Bauern und die Schüler, die eigentlich zu getrennten Zeiten ihrer Beschäftigung nachgehen müssen. Jetzt können die Bauern erst um sieben Uhr auf ihre Felder, weil das Tor dann erst für die Schüler öffnet. Ursprünglich sollte es zwei Tore geben, wieder aus “Personalmangel” wurden diese nun zusammen gelegt. Anat erklärt uns mehr über den Zweck der Mauer: in der Öffentlichkeit wird die Mauer damit begründet, Israel sicherer zu machen. Wir erfahren jedoch, daß 40 Prozent der Mauer sehr leicht zu überwinden seien. Auch unsere Mitinsassen überrascht dies. Was die Israelis vor terroristischen Angriffen schützt, ist also nicht der Mauerbau, sondern ein Entschluss der PLO, auf Angriffe zu verzichten. Unsere Begleiter fangen an, die Karten zu studieren, auf denen die Grenz- und Mauerverläufe eingezeichnet sind und wir merken, wer ihre Irritation weiter wächst. Der Mauerbau wir aus Israelischen Steuern finanziert und ist das größte Strukturprojekt des Landes seit dessen Bestehen. 400 Millliarden Schekel hat es bis jetzt verschlungen. Eine Summe, die bei einer Einwohnerzahl von 7 Millionen astronomisch klingt. Fielen 1967 noch 13% der Palästinensischen Gebiete unter Israelische Verwaltung, sind es heute 50%, von denen allerdings nur 3% wirklich bewohnt sind. Der Rest steht unter Israelischer Verwaltung auch wenn dort sonst nichts passiert. Continue reading ‘mit MachsomWatch in der Westbank – Teil II’ »

mit MachsomWatch in der Westbank – Teil III


Im arabischen Azun treffen wir einen Mann Mitte vierzig, der uns in sein Haus einlädt, um uns mehr zu erzählen. Wir werden herzlich willkommen geheißen und das ganze Haus ist in großer Aufregung ob unserer Ankunft. Im Garten warten Getränke und selbstgemachte Knabbereien auf uns, als sich alle gesetzt haben beginnt er mit seiner Geschichte. Continue reading ‘mit MachsomWatch in der Westbank – Teil III’ »

mit MachsomWatch in der Westbank – Teil IV


Auf dem Weg zu unserer nächsten Station fahren wir an einem Freizeit Ressort der Araber vorbei. Wir erfahren, daß es mit EU-Geldern finanziert und gebaut wurde. In direkter Nachbarschaft einer Militärbasis. Zwei Tage vor der Eröffnung – die Einladungen waren schon verschickt – kamen die israelischen Bulldozer und rissen das gesamte Gelände wieder ab. Ja, so etwas kann passieren. Man konnte sich wohl erst zwei Tage vor der Eröffnung zu dem Entschluss hinreißen, daß das Ressort dort nicht sein dürfe, hatte dann aber unverzüglich zu handeln, denn niemand wurde vorher von der Aktion in Kenntnis gesetzt. Auch heute, da das Ressort wieder aufgebaut ist, kann das täglich passieren. In der Israelischen Zeitung fand dieser Vorfall nirgends Erwähnung.
Immer wieder passieren wir Ortschaften, in denen es Zwischenfälle gab und gibt. Mal kommen die Siedler aus ihren Festungen und verbrennen 500 Olivenbäume, dann wieder gibt es gewaltsame Übergriffe von den Palästinensern. Unser Sitznachbar, der gewissenhaft alles für uns übersetzt erklärt uns: In der Westbank leben ca. 270.000 Siedler und 2,5 Mio Palästinenser. Im Falle einer Zwei-Staaten-Lösung fürchtet man Unruhen der Siedler, da viele von ihnen (40%) orthodox sind. Sie würden das gelobte Land, das ihnen von Gott zuerkannt wurde nicht kampflos aufgeben, fürchtet man. Es ist aber eigentlich so – sagt er – daß die Orthodoxen nur auf Anweisung ihres Rabbis dort hingezogen sind und jederzeit wieder abziehen würden, wenn das die neue Anweisung des Rabbis wäre. Viele der übrigen Siedler sind ebenfalls nur hier aufgrund der Subventionen, die der Israelische Staat für die Siedler eingerichtet hat. Man zahlt weniger Steuern und die Lebenshaltungskosten sind deutlich billiger. Würde man diese Menschen entsprechend finanziell locken, wären viele ebenfalls bereit, die Westbank zu verlassen – so zumindest die Umfrageergebnisse. Es bleibt lediglich ein Kern von ca. 20.000 Fanatikern, die sich einer Umsiedlung voraussichtlich widersetzen würden. Während wir das alles hören, fahren wir an den abgeschotteten Siedlungen vorbei, die alle wie Trutzburgen auf den Hügelkämmen in die Landschaft ragen. Wöchentlich werden die Abwässer hinunter auf die Felder der Palästinenser geleitet. Jedem Siedler stehen täglich eine Menge von 240 Litern zur Verfügung – in etwa so viel wie einem Mitteleuropäer und weit über der festgelegten Mindestmenge für eine menschenwürdige Existenz. Einem Palästinenser stehen 86 Liter zur Verfügung. 80% des Wassers geht an 10% der Bevölkerung in der Westbank (Siedler), 20% des Wassers bleibt für die anderen 90% der Bevölkerung. Continue reading ‘mit MachsomWatch in der Westbank – Teil IV’ »

Ein Tag in Ramallah

 

Ramallah

Von Tel Aviv nimmt man den Bus nach Jerusalem und steigt am Damaskus-Tor um nach Ramallah. In dem Moment, in dem man diesen Bus betritt, befindet man sich bereits in einer anderen Welt. Der Arabischen. Nicht nur die muslimischen Gebetschöre im Radio und die verschleierten Frauen verraten es, es ist die ganze Athmosphäre, die sich irgendwie verändert. Wir fahren eine Weile durch Ost-Jerusalem und kommen schließlich zum Grenzübergang. Schlagbäume, Betonpfeiler, Wachtürme, Mauern, Stacheldraht und Soldaten mit schwerer Bewaffnung. Von der Israelischen Seite aus ist die Stadt bis direkt vor die Mauer gebaut. Auf der palästinensischen Seite befinden sich erst einmal mehrere hundert Meter Niemandsland. Müll überall, wenig Ansehnliches. Wir fahren weiter in das Improvisorium genannt Westbank. Die Straße ist sofort deutlich schlechter und der Verkehr noch chaotischer. Nach der Grenze fällt man eigentlich nur noch im Bus herum. Zwei junge verschleierte Frauen sitzen vor uns und kichern – zwischendurch drehen sie sich nach uns um. Die Aussicht nach draußen ist arabisch trostlos. Überall mehr oder weniger unverputzte Häuser, willkürlich in die Landschaft gebaut, viele in der Rohbauphase bereits wieder abgebrochen. Überall wird die Straße aufgerissen, verbessert, geflickt. Dazu ein heilloses Durcheinander von Autos, Männern, Frauen, Kindern, Tieren und Dreck. Man hat nicht das Gefühl, daß hier viel im Voraus passiert. Nach etwa 40 Minuten Fahrt die Ankunft in Ramallah. Die Straßen so voll, daß die Autos nur noch mit Mühe ihren Weg  durch die Menschen finden. Wir laufen durch die Straßen, diese Aderns des riesigen Marktes, der die Innenstadt darstellt. Hier wird alles angeboten, was man für das tägliche Leben so braucht. Von Obst und Gemüse über Zierfische bis zur Fernbedienungen aus China. Uns fallen die vielen Gruppen junger Männer auf, die müßig durch die Straßen ziehen. Es scheint hier nicht viel zu tun zu geben. An einem Stand werden wir angehalten, man versucht uns einen deutschen energy-drink anzudrehen. Wir kommen ins Gespräch. Was man hier so machen kann? Wir hätten abends kommmen sollen, Tanzen, Alkohol trinken und so. Jetzt könnten wir Bowlen gehen oder Billard spielen. Was sonst? Starbucks vielleicht. Als wir sagen, daß uns das zu amerikanisch ist, steigt unser Ansehen fühlbar. Man schlägt uns ein Café vor, das Eiffel-Café heißt. Sie sprechen es “evil” aus. Dort gibt es Nargile, arabischen Kaffee und Baklava (mjam!) außerdem können Jungs und Mädchen zusammen sitzen. Super! Uns dämmert langsam, daß das Freizeit-Angebot nicht wirklich groß ist und aus einem dürftigen Zerrbild unserer westlichen Vergnügungswelt besteht, daß man hier mit gespaltenen Gefühlen nachzuahmen scheint. Wir fragen die beiden, von denen einer sogar etwas Deutsch kann, wie sie die Sache im September finden. Sie winken ab. Das bringt doch nichts. Nur Ärger mit den Israelis. Dann geht man zwar wieder Steine schmeißen -  so “just for fun” – aber die schießen auch zurück, was dann wiederum sehr schmerzhaft ist. In Rücken und Bein hat es den einen schon erwischt. Es sind zwar nur Gummiprojektile, sie tun aber trotzdem höllisch weh. Wie sie da so stehen und so tun als würde ihnen das gar nichts ausmachen und den harten Mann markieren wird uns ganz anders. Wir bekommen zum ersten mal eine Ahnung von dem Leben in der Westbank. Wir folgen ihrem Tip, merken aber ziemlich bald, daß es für uns hier nicht mehr viel zu tun gibt. Auf dem Heimweg treffen wir wieder die Mädels von der Hinreise. Sie sprechen uns an und es stellt sich heraus, daß sie Studentinnen aus dem arabischen Teil von Jerusalem sind. Wir tauschen Facebook Adressen und dann gehts zurück. Vor der Grenze müssen dann alle aussteigen. Nur einige ältere Frauen bleiben im Bus und wir. Alle anderen müssen sich in die lange Schlange an der Kontrolle einreihen. Der Soldat, der nun den Bus checkt ist sehr kurz angebunden und verbreitet eine ungemütliche Athmosphäre. Obwohl wir Deutsche sind und eigentlich nichts zu befürchten haben, ist es kein angenehmes Gefühl, diese Kontrolle. Wortlos verläßt er wieder den Bus und wir dürfen weiter. Direkt hinter der Mauer dann wieder die schöne friedliche Stadt Jerusalem. Alles aufgeräumt, die Straßenbahn fährt. Schöne Grünstreifen neben der glatten Straße.  Der schöne Schein hat Risse bekommen.

Ein Tag in Jerusalem (Nachtrag)

Ein besonders heisser und schwüler Tag in Tel Aviv ist ein Grund mehr nach Jerusalem zu fahren. Jedesmal sind unsere Gefühle dabei aufgeladen. Los geht’s von der bereits erwähnten Central Busstation, dem labyrintartigen Escher-Ungetüm im sechsten Stockwerk. Über die lange startrampenartige Überführung verlassen wir das erste Mal die heile Welt, die sturmfreie Bude, die Bubble Tel Aviv. Wir fahren an Feldern und kleinen Ortschaften vorbei, passieren ein seltsames Kraftwerk, das an Terry Gilliams Fantasiegebilde erinnert – mit riesigen Schläuchen, die sich überkreuzen und gegenseitig umwinden. Es geht langsam ins bergige Land über, schön bewaldet und tiefgrün. Vor uns sitzt ein Soldat. Er schläft und hat das Gewehr locker zwischen den Beinen hängen. Die Straße wird kurvig und schlängelt sich in Serpentinen den Berg hinauf. Dann die ersten Häuser der Stadt. Links und rechts auffallend mehr orthodoxe Juden, in schwarzem Mantel – dem Tallit – Hut oder Kippah, den Schläfenlocken (Peyes) und Zizit – den weissen Bändchen. Die Frauen sind etwas unauffälliger gekleidet, meist mit Kopftuch oder Scheitel, einer Perücke, die die Haare  verdecken sollen und langem Rock. Wir erreichen die Central Busstation von Jerusalem in der Neustadt. Angekommen fühlt es sich irgendwie komisch an, anders, viel stiller und angespannter. Vielleicht sind es auch nur wir. Die Strassen sind sehr weit, wir haben gehört, dass Einiges umgestaltet und erneuert wurde, es sieht richtig schön aus. Die Strassenbahn fährt seit einem Monat Probe, auf den Sitzen liegt noch die Noppenfolie. Keiner darf einsteigen. Wir laufen an Geschäften vorbei, in denen die Musik entweder aus- oder die Lautstärke ganz leise ist. Die Religiöse Färbung der Stadt macht sich sogar in den Cafès und Bistros bemerkbar – wir laufen an einem Laden mit der Aufschrift „Holy Bagel“ vorbei. Wir fühlen uns ein bisschen wie in Omas feiner Stube. Alles hat seinen Platz und nach Möglichkeit soll nichts angerührt werden. Wir schlendern über den Suk, der ordentlich sortiert und sehr einladend ist. Durch den “Independence Park” dann in Richtung Altstadt – ist das schon die Mauer? Es ist heiß, aber zum Glück ist die Luft viel trockner als im dampfigen Tel Aviv. Nun erblicken wir die Altstadt wirklich. Vor uns befindet sich eine Grünanlage, die wir durchlaufen, die Artist-Studio-Street entlang durch kleine Steinpfade, die den Weg durch ihre Kurven noch etwas in die Länge ziehen und uns immer ungeduldiger werden lassen. Endlich erreichen wir ein Tor. Natürlich werden wir am Eingang erst einmal kontrolliert, die Taschen werden durchsucht und wir  müssen durch den Detektor laufen, wie am Flughafen. Auf dem Platz hinter dem Tor – die Kulisse der Stadt beginnt gerade ihre Wirkung zu entfalten – sehen wir die Soldaten. Wir haben uns eigentlich schon an sie gewöhnt. Auch in Tel Aviv gehören sie zum Stadtbild. Das Gewehr beiläufig am Rücken baumeln, oder an den Stuhl gelehnt im Kaffee. Die hier sind anders. Schwere Soldaten. Schusssichere Weste, Sturmgewehr, mehrere Pistolen, Munition, Schlagstock, Funk, Mikrofon. Die Sonnenbrille verhindert jeden Blickkontakt, aber man spürt ihre Alarmbereitschaft. Sie durchkämmen die gesamte Altstadt, bewachen die  strategischen Punkte, blockieren Straßen, sichern Plätze und Checkpoints.Unterstützt von hunderten Kameras und vielen weiteren Einheiten. Die ganze Altstadt ist ein Hochsicherheitstrakt.

Von dem Platz aus lassen wir uns treiben und schlendern durch die winzigen Gassen, die sich durch die Altstadt winden und mitunter zu dunklen, tunnelartigen Gängen verdichten. Dort gleichen sie eher einem Labyrinth, als einem Straßennetz. Wir geraten in den Touri-Suk, in dem es alle nur erdenklichen Devotionalien gibt – auch Spongebob- und Spidermankippahs. Vorbei an einer der Touristenhorden sind wir froh wieder in eine der Seitengassen zu tauchen. Einheimische Kinder spielen, verkaufen Snacks und Drinks, führen Botengänge aus. Wir sind mittlerweile im arabischen Teil der Altstadt, laufen durch den Lebensmittelmarkt bis wir an einem weiteren Durchgang von israelischen Soldaten gebeten werden, umzukehren. Den Bereich um den Felsendom und die Al Acqsa Mosche dürfen Touristen, wenn überhaupt nur zu festen Zeiten besuchen. Wir irren herum, verlieren uns in dem fernöstlichen Getummel der Märkte und stehen nach einem weiteren Checkpoint unvermittelt auf dem Platz an der Klagemauer. Gemischte Gefühle tun sich auf. Neben Trauben von Touristen stehen wieder diese stark bewaffneten Soldaten über den ganzen Platz verteilt. So fünfzig an der Zahl…

Beim Anblick der Klagemauer, welches das größte Heiligtum der Juden darstellt und der einzige Überrest des letzten Tempels ist, begreifen wir ein wenig die Ursache des religiösen Konfliktes in diesem Land. Für die gläubigen Juden ist der Tempel fundamentale Grundlage für ihr Verhältnis zu Gott. In der Bibel steht geschrieben, dass bereits ein Fehler in der Bauart, Gottes Zorn schürt. Ohne den Tempel ist es daher eigentlich unmöglich, überhaupt vor seinen Herrn zu treten. Jetzt steht genau an dieser Stelle der Felsendom, muslimisches Heiligtum und die Stelle, an der Mohammed sein beflügeltes Pferd angebunden hat, bevor er in den Himmel aufgestiegen ist. Was also tun? Eine Prophezeihung sagt, daß eines Tages ein neuer Tempel auf einem riesigen Diamanten vom Himmel auf seinen angestammten Platz herabfahren wird. Das würde das “Problem” mit dem Felsendom lösen. Dann gab es jedoch Bedenken, ob dieses Ereignis überhaupt eintreffen würde, solange der Felsendom noch steht, wo er steht. Also hatte – so erzählt man uns -  ein Rabbi die Idee, daß, wenn man den Dom beseitigte, dadurch der Lauf der Dinge etwas beschleunigt werden könnte. Ein Ingenieur war findig genug, auszutüfteln, wie es anzustellen wäre: mit Sprengstoff! Der Rabbi bekam daraufhin Bedenken, doch der Ingenieur argumentierte ganz logisch: wenn die Möglichkeit dieser Tat besteht, dann ist sie auch von Gott gewollt … Gott sei dank kam es nicht dazu. Es ist ein nahezu unlösbares Unterfangen, diesen Zwist der Religionen lösen zu wollen. Er sollte uns noch einige Tage beschäftigen.

Wir wollen uns noch weiter umschauen, aber wir müssen weiter. Wir sind mit Avi Sabah in seinem Kunstraum Barboun verabredet. Es ist etwas kompliziert die Galerie zu finden, doch hilfsbereite iPhone-Besitzer zeigen uns via Googlemap den Weg. Der Raum befindet sich in einer stimmungsvollen Umgebung, hübsche alte Häuser, die allerdings auch von Armut zeugen. Dazwischen die renovierten Häuser der zugezogenen Wohlhabenden. Wir betreten den Ausstellungsraum, kleiner aber einladend, der seit sechs Jahren von zwei Künstlern betrieben wird. Grundrenoviert wurde dieser Raum durch eine satte finanzielle Unterstützung von einer Stiftung aus der Schweiz.  Seitdem werden, sehr ambitioniert, im Monatstakt nationale und internationale Künstler ausgestellt. Barboun ist einer der wenigen Ausstellungsräume überhaupt in Jerusalem. Wir erfahren, dass es hier trotz der Kunstakademie Bezalel, die ihren Erstsitz in Jerusalem hat, sehr schwer ist, kommerziell Kunst zu vermitteln. Die Situation der Stadt ist zu unsicher und in ihr das Wagnis  einer kommerziellen Galerie zu groß. Krieg ist für Kultur eben unfruchtbarer Boden. Er selbst ist vor einem Jahr nach Tel Aviv gezogen und empfindet dies als große Erleichterung. Obwohl es uns während unseres Besuches scheint, dass verhältnismäßig viele den Raum aufsuchen, erzählt uns Avi, dass es sein Anliegen ist, den Raum akommerziel zu belassen. Über Wasser hält er sich durch eine Professur und seine Kunst. Gegen Abend wird es hier richtig frisch und nach Sonnenuntergang fahren wir gemeinsam zurück Richtung Tel Aviv. Beim Verlassen der Stadt fahren wir an einem großen Fahrzeug vorbei. Friedemann fragt, ob es sich dabei um eine Art Panzer handelt – nein es ist ein Wasserwerfer und Avi erzählt uns, dass es am Vortag eine Demonstration der orthodoxen Juden für die Freilassung eines Rabbi gab. Er hat ein Buch herausgebracht, in dem er eine Stelle der Thora neu auslegt. Die  Tötung nichtjüdischer Menschen, insbesondere Moslems wird darin in gewisssen Ausnahmesituationen befürwortet. Die Polizei bat den den Rabbi  zur Befragung, er ist aber nicht erschienen und wurde darauf hin in Gewahrsam genommen. Nicht alle Demonstranten sind seiner Meinung, sondern gegen einen unrechtmäßigen Umgang mit einem Rabbi, unsere Verwirrung nimmt weiter zu. Am selben Abend sollte eine noch viel größere Demonstration stattfinden. Mit gemischten Gefühlen  kehren wir in die belebte Vitalstreet zurück, in der alle wie gewohnt in der Kneipe sitzen und feiern.

this is it? – love protest in front of the egyptian embassy, Tel Aviv

 

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Die ausländischen Beziehungen zu Israel verschlechtern sich zusehends. Die ausgebliebene Entschuldigung für die neun türkischen Todesopfer der Hilfsflotten-Affäre 2010 hat zur Folge, daß sich Erdogan nun bemüßigt fühlt, im Namen des arabischen Kulturraumes seine Kampfjets auf Israelische Ziele zu programmieren. In Ägypten flammen die Antipathien der Bevölkerung gegen Israel wieder auf, seitdem als Reaktion auf die Attentate in Eilat versehentlich auch ägyptische Soldaten getötet wurden. Dann gibt es da noch den iranischen Führer Achmadineschad, der nach wie vor gegen das zionistische Unglück wettert und unverholen Auskunft darüber gibt, wie er dieses Problem zu lösen gedenkt. Die Palästinenser, die nach Jahrzehnten gescheiterter Verhandlungen ihr Heil nun in der einseitigen Schaffung von Fakten suchen, in dem sie ihren eigenen Staat ausrufen wollen, sind auf dem besten Wege der berüchtigte Tropfen zu werden, der das Fass zum Überlaufen bringt. Gerüchte über die dritte Intifada zirkuliern in Israel schon seit Monaten und man wappnet sich militärisch für das Schlimmste.
Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist der arabische Frühling, der zum Fall einer ganzen Rige diktatorischer Regimes geführt hat. Die Hoffnung auf einen Neuanfang und entsprechende Veränderung in der arabischen Welt sind also durchaus erlaubt. Etwas Vergleichbares ist auch in Israel passiert, als auf der Rothschild die Zelte aufgebaut wurden. Die Menschen, die dort auf die Straße gegangen waren hatten sich gegen die exklusive Sicherheitsdebatte gewendet und eine grundlegende Veränderung der israelischen Gesellschaft gefordert. Trajtenberg, der von Netanjahu beauftragt wurde, in einem Komitee zu erörtern, wie dieses anzustellen wäre, hat nun vorgschlagen, das Verteidigungsbudget Israels um 3 Milliarden Schekel zu kürzen, um entsprechende Maßnahmen wie Bildung etc. finanzieren zu können. Er schlägt somit in dieselbe Kerbe.
Wenn man keinen Streit mit seinen Nachbarn hat und nicht militärische Besatzungen finanzieren muss, kann man auf den horrenden Militärhaushalt, den Israel sich leisten muss natürlich verzichten. Ja wenn – ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre!
Gestern haben wir nun erfahren, daß von den Veranstaltern der Rothschild-Bewegung eine Demonstration vor der ägyptischen Botschaft für heute 12 Uhr anberaumt wurde. Eine “Love-Demonstration”, welche die Liebe des Israelischen Volkes für das Ägyptische ausdrücken soll. Ein großartiger Versuch, die oft nur in der Vorstellung bestehendenen Klüfte zwischen den Menschen durch eine solche Geste zu überwinden. Nach den Hunderttausenden auf den Rothschild-Demonstrationen wäre dies ein deutliches Signal an die arabische Welt, daß auch die Israelische Gesellschaft bereit zur Veränderung ist und dafür, den ersten Schritt zu tun. Ein Zeichen echter Größe. Wir waren hellauf begeistert. Auf so etwas kommt keine Regierung und doch ist diese Idee so simpel wie effektiv und kostet keinen Penny. Wahre Völkerverständigung!
Auf unserem Weg heute zu besagtem Ort dann die ersten Zweifel. Überall Menschen in Cafés, Geschäften und auf der Straße, alle in bester Wochenend-Sabbat-Laune, aber keine Demonstrations-Athmosphäre. Unbekümmert zieht man den alltäglichen Müßiggang dem Gebot der Stunde vor!? Sollten etwa die Israelis es nicht für nötig erachten diese Geste ins Ausland zu senden? Als wir ankommen sehen wir das ganze Ausmaß der Bescherung: fünfzig Menschen vor der Botschaft, ringsherum, in den Cafés teilnahmslos die Tel-Avivis bei Kaffe und Kuchen. Man scheint es wirklich nicht nötig zu haben! Wir können es nicht fassen. Welche Überheblichkeit und Ignoranz erlaubt es einem, eine solche Chance so leichtfüßig zu verspielen? Die wenigen, die gekommen sind – so ehrenwert ihre Geste ist – werden das Ausland nicht umstimmen können. Fassungslos und erbost fahren wir zurück nach Hause. Oh Israel, was würde Theodor dazu sagen? So eine große Gelegenheit so großartig vertan – besser schlimmer scheitern hätte Beckett gesagt.

What it’s all about! Statements von dem “March of the Million Protest”

Hier die zweite Riege unserer Interviews soweit. Es sind insgesamt 8 und man kann die weiteren sehen, wenn sie am Ende eines Video’s als Alternativen angezeigt werden.

Viel Vergnügen!

What it’s all about? – Statements von der Rothschild

In den letzten Wochen waren wir viel in Sachen “Revolution” unterwegs. Haben versucht zu verstehen, was damit überhaupt gemeint sein soll und auch einfach nur teilgenommen.
In diesem Zug ist eine ganze Fülle an Videomaterial entstanden und besonders die Interviews, die wir immer mal wieder geführt haben fanden wir sehr aufschlussreich und lustig. Die unten zu sehenden Clips sind alle auf der Rothschild entstanden. Wir haben auf dieser Seite nur drei Videos eingesetzt, alle weiteren werden am Ende eines jeden Videos im Fenster angezeigt.

Viel Spaß damit!

Über die Bewegung

Über den Beginn der Revolution und wie es dazu kam, hatten wir ja bereits berichtet. Was mit ein paar Zelten auf der Rothschild anfing hat sich mittlerweile zu einer soliden Bewegung ausgewachsen und dominiert das breitere Israelische Leben. Egal mit wem man hier ins Gespräch kommt, es ist das Thema Nummer eins. Der Satz, den wir zur Zeit am meisten hören ist: “you came just in the right time!” Es sind aufregende Zeiten. In den letzten 30 Jahren hat das Israelische Volk so etwas nicht erlebt. Manche sagen noch nie. Jeder beteuert, es ginge nicht um Politik, es wäre ausschließlich ein soziales Phänomen und sagt es, als ob da ein klarer Unterschied bestünde. Man kann diese Dinge zwar nicht wirklich voneinander trennen, aber wenn man die Israelische Situation näher kennen gelernt hat, versteht man ein wenig, was gemeint ist. Politik, das ist hier ausschließlich die Debatte um den Frieden und die Sicherheit, die dann regelmäßig im Krieg endet. Frieden hat es in Israel nie wirklich gegeben. Er ist mit den Jahren in immer weitere Ferne gerückt und viele haben sich schweren Herzens damit abgefunden, daß Leben in Israel zwangsläufig mit Krieg einher geht. Es ist schon hart genug, ein Leben unter solchen Prämissen zu führen, in ständiger Bedrohung. Doch dann stiegen Zu allem Überfluß auch noch die Preise in diesem Land, das eigentlich mit einer prosperierenden Wirtschaft gesegnet ist. Mietpreise, Strompreise, Benzin, Essen, alles wurde immer teurer, während gleichzeitig die Gehälter stagnierten. Ein angehender Arzt arbeitet hier in 30-Stunden-Schichten für umgerechnet 7 Euro die Stunde. Das Leben wurde immer schwerer in diesem kleinen, engen Land.

Die Rothschild-Bewegung forderte dann plötzlich all das ein, das sonst immer ausgeklammert werden musste. Wenn Politik immer nur „Sicherheit“ bedeutete, dann war das hier eben keine Politik. Aber worin sich auf einmal alle einig waren: das hier hat jetzt Vorrang. Plötzlich herrschte auch außerhalb des bekannten Ausnahmezustands einmal Solidarität. Die Härte des täglichen Lebens hatte überhand genommen. Wozu die Sicherheit, wenn das Leben kaum noch lebenswert ist? Wenn man am Ende des Monats trotz eines guten Jobs und einem 10-Stunden-Arbeitstag rote Zahlen auf dem Konto hat, Keine Wohnung findet, die Kinder nicht ausbilden kann und sich Lebensmittelpreise binnen Jahresfrist verdoppeln? „Das Volk verlangt soziale Gerechtigkeit“ war der Slogan der Bewegung. Ein schlauer Spruch. Ist die Israelische Gesellschaft sonst stark gespalten, konnten sich hinter diesem Spruch leicht alle sammeln, die sich in irgend einer Form vernachlässigt fühlten. Es zeigte sich, daß das eine ganze Menge waren. Mehr als sie vielleicht selbst gedacht hatten. Familien mit ihren Kindern, Akademiker, Mütter von Soldaten, Lehrer, Schüler, Studenten, Holocaust-Überlebende, Obdachlose – das gesamte gesellschaftliche Spektrum stand mit einem mal nebeneinander auf der Straße. Ok. Die Ultra-Orthodoxen und die Siedler waren nicht wirklich vertreten, aber sie gehören auch zu den wenigen Gruppen, die von dem aktuellen System eindeutig profitieren. Man erkannte, daß eine solche Menge doch eigentlich die Kraft haben müsse, etwas zu verändern. Also fanden sich abends die Menschen auf der Rothschild ein, um darüber zu diskutieren. Übrigens eine Leidenschaft des Israelischen Volkes. Es wurde Musik gespielt, Partys veranstaltet, Essen verteilt, Foren organisiert, Vorträge gehalten… Es herrschte eine kuriose Mischung aus Woodstock, Debattierclub und Facebook Flashmob. Die Politik hatten sich anfangs noch über die „Nargile (Wasserpfeife) rauchenden Sushi-Esser“ auf der Rothschild lustig gemacht, musste jedoch bald erkennen, daß diese Statements ihrem ohnehin angekratzten Image nicht gerade zuträglich waren. Man tat besser daran, rechtzeitig Präsenz zu zeigen und sich mit der Bewegung zu solidarisieren. Und es marschierten auch tatsächlich ab dem ersten Tag Politiker mit auf den Demonstrationen. Mit der Zeit stellte sich dann immer mehr die Frage: Was ist zu tun? Wie geht es jetzt weiter? Keiner hatte eine Antwort darauf. Man wußte, daß es so nicht weiter gehen sollte. Das war aber auch alles. Man befand sich auf der Schwelle. Das Bestehende war überkommen, das Kommende noch nicht da. Und irgendwie wußte man, daß es jetzt von jedem Einzelnen abhängt, ob es nun wirklich eintreten wird – das „Neue“ – oder ob irgendwann alles einfach nur in seinen alten Trott zurückfällt. Dieser Zustand war das eigentlich Interessanteste auf der Rothschild. Ein Zustand den eine Gesellschaft glaube ich nur selten erreicht, geschweige denn lange halten kann. Den des improvisierenden Erfinders. Mir kam die Gesellschaft in diesen Tagen vor wie ein riesiger Künstler. Auf der Rothschild wurde gespielt. Man hatte sich auf der Rothschild eine Experimentierküche eingerichtet und spielte dort Gesellschaft. Fernab von Realpolitik und Alltag. Alles war dort möglich. Jede noch so absurde Idee wurde sich dort angehört, in Erwägung gezogen, durchgespielt. Man hatte wieder angefangen, die Optionen des Lebens auf die einzig richtige Weise abzuwägen. Ich denke daß die größte Errungenschaft dieser Bewegung ist, daß eine Gesellschaft zu diesem Umgang mit ihren eigenen Regeln zurückgefunden hat.

Auf der Abschlusskundgebung hat Dafni Leef – die Urheberin der Bewegung – gesagt: wir haben eine neue Rockband! Die Band hat den Namen Israel! Hoffentlich hat sie Recht.

Jewish ethiopians request their own synagogue

 

 
Jüdische Äthiopier protestieren vor einem Regierungsgebäude in Jerusalem. SIe verlangen die Erlaubnis des Baus ihrer eigenen Synagoge.
Wir hätten am liebsten direkt mitgemacht, Krachmachen für Soziale Gerechtigkeit!